Hiermit haben wir dann die Fortsetzung (mit nachtraeglich noch eingefuegten Bildern) von "Expect the unexpected - Erwarte das Unerwartete". Nachdem wir dann, die sogar spektakulaereren (im Vergleich zum Uluru) Kata Tjutas erwandert hatten, verliessen wir den National Park und machten uns auf zum ca 4 Stunden entfernten Kings Canyon. Auch dort gibt es in der Naehe ein Resort, aber als alternative gibt es den Kings Creek Campingground, der auch nur 30 Minuten vom Canyon entfernt liegt. Diesen waehlten wir fuer unsere Uebernachtungen und so fuhren wir am naechsten Tag zum dritten Highlight des zentralen Outbacks.

Wie schon im letzten Artikel beschrieben, gibt es fuer den Kings Canyon National Park keine Eintrittsgebuehr. Das freute uns natuerlich und auch die "kuehlen" 31 Grad waren perfekt fuer den laengeren Rundweg. Dieser fuehrt einen oben an der Kante des Canyon entlang. Waehrend des Laufens trafen wir dann 3 Jungs aus.... Deutschland natuerlich. Ja, es gibt in Australien sehr viele deutsche Reisende und es ist mir sogar schon passiert das ich Leute mit "Hallo" anstatt "Hello" gegruesst habe.

Aber zurueck zum Kings Canyon: Nachdem man den ersten Teil an der Klippe entlang wandert, fuehrt der Weg einen danach ins Tal hinein zu einem kleinen Teich. Dieser beinhaltet zu jeder Tages- und Jahreszeit Wasser und somit findet man viele gruene Pflanzen und sehr viele Voegel vor. Das war eine Oase mitten im Outback, diese nutzten wir natuerlich als Mittagspause. Der Rueckweg fuehrt einen dann auf der anderen Seite der Canyonwand entlang.

Das waren wirklich sehr aufregende Tage, die wir seit unserer Abreise von Perth hatten. So fuhren wir dann auf einer geteerten Strasse wieder Richtung Suedkueste und hielten, wie schon auf dem Weg zum Norden, in Coober Pedy. Auf den ersten Blick hat die Stadt nicht allzu viel zu bieten, ausser Opale! Ca Prozent aller Opale in der Welt kommen aus Coober Pedy und da es hier so heiss ist, findet man viele Wohnhaueser, Restaurants, Cafes und sogar Kirchen in Felsen eingebaut. So hat man zu jeder Tages- und Jahreszeit immer angenehme Temperaturen.

Wir entschieden uns, unser Zelt auf einem Unterirdischen Campingground aufzuschlagen. Ja, so etwas gibt es hier. Letztendlich nahmen wir nur die Luftmatratze, aber das war sogar noch interessanter, da man ja seine Umgebung besser sah. Ueberall Nischen und Gaenge, wo in der Hochsaison bis zu 90 Leute uebernachten koennen. Das ist natuerlich kein Spass mehr, denn es hallt in den Gaengen sehr und ein Raum mit 90 schlafenden, schnarchenden Menschen...

Da zur Zeit Nebensaison ist, teilten wir die erste Nacht den Campground nur mit 3 anderen Reisenden und auch da hoerte man schon einen schnarchen. Am Tag darauf war mal wieder Autopflege angesagt und wir machten unseren zweiten Oelwechsel. Das machte wir natuerlich selber und dieses Mal hatten wir auch von Anfang an den richtigen Oelfilter gekauft. Auch sehr interessant ist, dass an einer Stelle in der Stadt, ein ganzer Haufen voller Steine liegt. An dieser Stelle darf jedermann (ohne Hilfsmittel) nach Opalen wuehlen. Dieser Haufen enthaelt echte und zum Teil bis zu 1000$ wertvolle Opale. Denn es ist fuer die Mienenarbeiter zu teuer die Maschinen zu stoppen und den Schutt zu durchwuehlen. So kommt dieser in die Stadt und jeder darf sein Glueck versuchen. Die meisten kommen aber nur mit einem 30$ wertvollen Stein, nach einem anstrengenden und heissen Tag nach Hause. Dazu hatten wir dann doch keine Lust.

Das erste Bild oben zeigt das Outback um Coober Pedy herum. Diese Landschaft durchfuhren wir (natuerlich des Spasses wegen, wieder auf unbefestigten Staubstrassen) einen ganzen Tag lang um in die Flinders Ranges zu gelangen (hier das Foto). Nachdem wir also viel "nichts" und riesige Salzseen gesehen haben, gelangten wir wieder in ein Gebirge. Da freut man sich ueber jeden Huegel und die Strasse ins Gebirge schlaengelte sich zum Teil durch ein Flussbett, bis zu einer kleinen Stadt. Stadt hoert sich gut an, in den Karten werden Ansiedlungen mit ca 20 Haeusern als Stadt gekennzeichnet. Von dort durchfuhren wir den Flinders Ranges National Park und dort trafen wir wieder unsere guten Freunde, die Kangoroos. Diese lagen am Strassenrand unter den Bueschen und suchten Schutz vor der Sonne. Sie brauchten sogar ein paar Augenblicke um aufzustehen, wenn man direkt neben Ihnen geparkt hatte.

Am suedlichen Teil des Parkes entdeckten wir noch diesen schoenen Lookout. Danach hatte uns dann die geteerte Strasse wieder und so gelangten wir nach Adelaide. Hier tauschten wir unser Zelt um, da bei einem Gewitteraufbau uns eine Stange durchbrach, zudem war es doch nicht so wasserdicht wie man es uns verkauft hatte. Es war anscheinend ein Montagsmodell. Wir werden das Zelt die naechsten Tage auf Kangaroo Island testen koennen, bevor es uns wieder nach Sydney zieht, wo wir dann die Weihnachtstage bei Freunden verbringen werden.

Melvin
Link to this page: